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posterCE QUE CETTE NATURE TE DIT - WAS DIESE NATUR DIR SAGT

CE QUE CETTE NATURE TE DIT - WAS DIESE NATUR DIR SAGT

Ein Film von HONG SANGSOO
Südkorea - 2025 - 108'
SUISA 1024.01
Kinostart: 09.04.2026

Donghwa, ein junger Dichter aus Seoul, fährt mit seiner Freundin Junhee zu ihren Eltern in die Umgebung von Icheon. Verzaubert von der Schönheit des Hauses, das in einem hügeligen Garten liegt, begegnet er dem Vater, der ihn einlädt zu bleiben. Im Laufe eines Tages und einer Nacht öffnet sich ihm die Familie – und nach und nach enthüllt sich die Natur des Einzelnen.

Deutschschweiz

Ab 09.04.2026, Kinostart

«Wie In Water, den Hong Sangsoo 2023 auf der Berlinale im Wettbewerb präsentierte, ist sein neuer Wettbewerbsfilm Was diese Natur dir sagt unscharf – und zwar aus Prinzip. Das ist keine eitle, selbstzweckhafte Formspielerei, sondern ein Akt der Solidarität mit seiner Hauptfigur Donghwa, der es nicht so schlimm findet, ohne Brille alles verschwommen zu sehen. Auch nicht das Gesicht seiner Freundin. Was mit für Hongs Filme typischen Smalltalk-Verrenkungen beginnt, artet in kleinen Schritten und in immer schnellerer aufeinander folgenden Kapitelchen zum Clash unversöhnlicher Lebensvorstellungen und unbewältigter Familienkonflikte aus. Das mag wie ein klassischer, sich genüsslich zur Eskalation hochschraubender Komödienstoff klingen. Und es ist tatsächlich Hongs kompaktester, am deutlichsten auf Komödie hin geschriebener Film seit langem. Doch wie in all seinen Filmwelten liegt auch in Was diese Natur dir sagt Komik neben Tragik, Spiritualität neben Suff-Ideen, Verzweiflung neben dem Willen, das Leben so zu nehmen, wie es kommt.»

Tilman Schumacher, critic.de


«Der bereits 33. Film des großen südkoreanischen Regisseurs Hong Sang-Soo ist einer seiner lustigsten überhaupt – und insgesamt einer der besten der letzten Jahre im Werk des erklärten Vielfilmers. Denn obwohl er oftmals schreiend komisch ist, lässt Was diese Natur dir sagt auch Raum für traurigere Zwischentöne – und setzt ganz nebenher ein Nachdenken über die Sterblichkeit fort, das sich seit eigenen Filmen zunehmend in Hongs Werk einschreibt. Ein großer, lustiger, böser und doch seltsam tröstlicher Film.»

Jochen Werner ★★★★, filmstarts.de


«Für manche Menschen seien Definitionen sinnvoll und hilfreich — für ihn nicht, so Hong auf die unmögliche Frage bei der Berlinale-Pressekonferenz, was für ihn filmische Poesie sei. Oder, in anderen Worten: Wo andere Filmemacher:innen die Fenster schließen würden, um die Kontrolle über den Ton behalten, würde er die Fenster öffnen. Diese Offenheit im Werk Hongs ist dermassen greifbar, dass es schwerfällt, vergleichbare Werke im Reich des narrativen Filmes auszumachen.»

Patrick Fey ★★★★, Kino-Zeit


«Ein Auto fährt vor, das Paar darin verabschiedet sich, dann steigen aber doch beide aus, und er raucht eine Zigarette. Eigentlich könnte er jetzt schnell das Haus ihrer Eltern anschauen, von oben, vom Parkplatz aus. Sie machen sich auf den Weg. Und so führt scheinbar mühelos eins zum anderen. Unter der Oberfläche wohlverhaltener Konversation brodeln derweil große Emotionen: Bringst du deinen Freund mit nach Hause, weckt das Erwartungen und wilde Projektionen – die im Weiteren in der vom Vater angelegten Gartenlandschaft fröhlich durchdekliniert werden. Einfach köstlich!»

Katja Wiederspahn, Viennale


«Although Donghwa and Seonhee have been together for three years, he’s only now meeting her family. Yet as he drives his modest old car up the lane leading to his nominal stepparents’ mountain house, this first meeting comes across as more spontaneous than planned. Why has he waited so long? Maybe he simply prefers chance to preparation. At once pensive and upbeat, the young poet Donghwa moves through life seeking beauty in everyday objects. He is also the son of an influential attorney; as Seonhee’s sister will stubbornly remind him, his artistic values might just be an unthinking pose. Informed by actress Kang Soyi’s background, GEU JAYEONI NEGE MWORAGO HANI is focused on filial love and sincerity in art and relationships. While its gentle focus on natural and artificial light is in line with Hong Sangsoo’s recent films, it also harkens back to his earlier character studies about young men seeking truth and virtue only to discover the depth of their delusion. However, his 33rd feature is not so much about mocking the elasticity of judgement as it is about navigating the space between reality and words. As the title’s pointed lack of a question mark implies, nature may ask us things, but it waits for no answer.»

Antoine Thirion, Viennale

Mit Ha Seongguk Kwon Haehyo, Cho Yunhee, Kang Soyi, Park Miso Ton Seo Jihoon Produktionsleitung Kim Minhee Produktion, Schnitt, Drehbuch, Kamera, Musik Hong Sangsoo