Sadie hat genug von dem trostlosen Alltag im Pine Ridge Reservat in South Dakota. Zwischen mies bezahlten Jobs, sich prügelnden Männern und alten schwarz-weiss Western im Fernsehen, die sie in keiner Form repräsentieren fehlt ihr jegliche Perspektive. Sie beschliesst, eine mystische Reise anzutreten: ein magischer Trank ihres Grossvaters hilft ihr, sich von ihrem Körper zu befreien und durch Raum und Zeit zu fliegen.
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Das Slow-Western Triptychon dekonstruiert Mythen indigen gespiegelt in eine süd- und eine nordamerikanische GegenwartLisandro Alonso spielt in seinem Eureka also mit Mythen und Erzählformen, mit Klischees und Realitäten. Er lässt sich Zeit dafür und dehnt den schon im Einstiegssegment gemächlichen Rhythmus in den zwei Gegenwartssträngen zu grandiosem Slow Cinema, aus dem gerade darum die aufgeladenen erzählerischen Versatzstücke wie Autos, Messer, Waffen, Gefängnis, Gewalt, Begehren oder Trunkenheit hervorleuchten, eben so wie die paar unglaublich fürsorglichen menschlichen Momente der Überwindung des Schicksals. Was Kelly Reichardt mit First Cow für den Pionierwestern geleistet hat, gelingt Lisandro Alonso mit seinem schamanischen Impetus für den gewaltzentrierten Spät- und Neo-Western: Die Rückführung in die menschliche Erfahrung. Eureka haben Sie sich schon immer gewünscht, wenn nicht im wachen Alltag, dann zumindest in ihren tief verborgenen Träumen.»
Michael Sennhauser, sennhausersfilmblog.ch
«Mit seiner dreigeteilten Erzählung über verschiedene Formen indigener Identität und ihre verworrene Beziehung mit direkt und indirekt ausgeübtem Imperialismus – mit Frontier-Mythen, institutionalisiertem Rassismus und Extraktions-Kapitalismus – formuliert Alonso nicht weniger als eine raffiniert unorthodoxe, postkolonial-alternative Geschichte der modernen ‹Neuen Welt›.»
Alan Mattli, Filmbulletin
«Lisandro Alonso bleibt ein überaus begabter Filmemacher, der uns mit seinen einprägsamen Visionen in seinen Bann zu ziehen weiss.»
Norbert Creutz, Cinefile
«Eine Elegie zwischen Traum und Rausch.»
Thierry Frochaux, P.S. Zeitung
«Alonso knüpft in Eureka an seine radikale Filmsprache an, die Beobachtung, Stille und einprägsame Bilder über Erzähllogik stellt. Was als ironisch gebrochener Schwarz-Weiss-Western mit Viggo Mortensen beginnt, verwandelt sich in ein vielschichtiges Mosaik über die Lebensrealitäten indigener Gemeinschaften. Diese Reise ist weniger als geografische Bewegung zu verstehen, sondern mehr als Verschiebung von Perspektiven. Dabei wird das westliche Bild vom ‹Wilden Westen› seziert und neu zusammengesetzt: nicht heroisch, sondern gebrochen, politisch, poetisch. In hypnotischen Tableaus entfaltet Eureka die Frage, wie Geschichten erzählt werden, wem sie gehören und welche Macht im filmischen Blick liegt.»
Jetzt im Kino, arttv.ch
«Bildgewaltig und mysteriös-spielerisch.»
Harald Mühlbeyer, ★★★★, kino-zeit.de
«Ein in seiner Weite faszinierendes Panorama, das einmal mehr die ungeheuren erzählerischen Kräfte des gegenwärtigen argentinischen Kinos demonstriert.»
Philipp Stadelmaier, Süddeutsche Zeitung
«Einer der aussergewöhnlichsten Filme, die man in diesem Jahr im Kino sehen kann.»
Benedikt Guntentaler, Artechock
«Ein Triptychon aus lose miteinander verwobenen Geschichten über Existenzweisen und Repräsentationsformen indigenen Lebens.»
Esther Buss, Der Standard
«Hypnotisch, erhaben und prachtvoll: eine bereichernde Erfahrung.»
Peter Bradshaw, ★★★★, The Guardian
«Eureka strotzt vor agilen Ideen und erfinderischer Bildgestaltung. Die Wandelbarkeit von Form und Erzählung spielt auf eine Geschichte an, die sich ständig wiederholt und doppelt.»
Guy Lodge, Variety
«Eureka ist nicht nur ein Anti-Western, sondern ein dekolonisierter Western, der die Indigenität in den Mittelpunkt stellt und neue, befreite Formen schafft, die über das Genre hinausgehen.»
Tom Charity, Sight & Sound
«Eine umwerfende Reise!»
Jonathan Romney, Screen International
Mit Viggo Mortensen, Chiara Mastroianni, Alaina Clifford, Sadie Lapointe
Drehbuch Lisandro Alonso, Martín Caamaño, Fabián Casas Kamera Mauro Herce, Timo Salminen Produktion Marianne Slot, avec aussi Dan Wechsler, Jamal Zeinal Zade