In einem vergessenen Dorf in Yucatán kreuzt die 68-jährige Lena, eine einsame Witwe, den Weg des 62-jährigen Mayas Leon, der die Geheimnisse der Natur und der Geister hütet. Lena findet in Leon einen unerwarteten Gefährten. Trotz ihrer Unterschiede und scheinbar gegensätzlichen Welten bildet sich zwischen ihnen eine tiefe Verbindung. Ein philosophisches Märchen über das Alter, seine stillen Verwandlungen und das Band der Liebe, das essenziell für ein menschliches Leben ist.
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«Ein Film wie ein langsames, visuelles Gedicht.»
Ann Mayer, «Kultur kompakt»
«Das ist zuallererst einmal wunderschön bebildertes Kino. Man muss nicht viele von Roaux' lange ausgehaltenen, präzise komponierten, rigoros tiefenscharfen Schwarz-Weiss-Tableaux sehen, um zu merken, dass man es hier mit einem äusserts versierten Fotografen zu tun hat.»
Alan Mattli, Filmbulletin
«Cosmos ist ein Kunstwerk, ein Film, dessen in- und extrinsische Kontraste und Widersprüche sich in Schönheit zu einem nachwirkenden essentiellen Kinoerlebnis verbinden.»
Michael Sennhauser, sennhausersfilmblog.ch
«Der Fotograf und Regisseur Germinal Roaux, 1975 in Lausanne geboren, hat mit Cosmos einen der ungewöhnlichsten Schweizer Filme der letzten Zeit vorgelegt. In einer Welt, die hechelnd Wachstum, Innovation und Fortschritt hinterherrennt, erzählt er in aller Seelenruhe (genauer gesagt: in zweieinhalb Stunden) von Endlichkeit. In diesem Film kann man den Blumen beim Wachsen zusehen.
Roaux entzieht sich den Produktionslogiken und Erzählhaltungen, die das aktuelle Kino bestimmen: Heldenreise, Konflikt, Beschleunigung, Eindeutigkeit. Sein Ansatz steht in der Tradition des Autorenkinos wie etwa von Apichatpong Weerasethakul, Céline Sciamma oder Béla Tarr. Gemeinsam ist ihnen eine kontemplative Filmsprache, die weniger auf klassische Dramaturgie als auf Wahrnehmung und Atmosphäre setzt, auf Existenzialismus statt auf Psychologie, die Erforschung von Dimensionen des Daseins.»
Ariana Zustra, Republik
«Germinal Roaux (Fortuna) erweist sich als Erbe von Béla Tarr (Sátántangó) und Oleksandr Dowschenko (Erde).»
André Didyme-Dôme, The Hollywood Reporter
«Jede Einstellung von Cosmos birgt mehr filmische Kraft als viele Filme in ihrer gesamten Laufzeit.»
Jean-Michel Frodon, Slate
Mit Ángela Molina, Andrés Catzín Produktion Close-Up Films, Nour Films, Cinevinay